Jetzt wird sicherlich jeder denken, schon wieder eine Diät. Davon gib es doch wirklich genügend. Richtig. Hinter der Elimination Diet verbirgt sich die Entsäuerung des Körpers. Nur ein bisschen härter, denn die Lebensmittel sind noch etwas eingeschränkter.

Beide Methoden sind eine Herausforderung, egal ob man Diabetes hat oder nicht. Disziplin, Standfestigkeit und eine Portion Mumm gehören dazu.  Denn in 28 Tagen verzichtet man auf folgende Lebensmittel:

  • Koffein, Alkohol, schwarzer und grüner Tee
  • Nachtschattengewächse (Kartoffeln, Tomate, Paprika, Auberginen)
  • keine Hülsenfrüchte
  • keine Kohlsorten
  • Milchprodukte
  • Zucker und Süßstoffe
  • Margarine, Sonnenblumenöl, künstliche Fette
  • abgepackte und verarbeitete Lebensmittel
  • Getreide

Nun wird sich jeder die Frage stellen, was bleibt noch übrig zum essen? Es gibt so viele verschiedene Gemüse und Obstsorten, dass wirklich reichlich Abwechselung auf den Teller kommt. Nur so viel, die Zeit geht schnell herum und ich vermisse nicht wirklich was. Falsch, meinen Pott Kaffee in der Früh. Doch bereits am 3. Tag schließe ich Pfefferminz- und Kräutertee ins Herz. Ich bin neugierig auf diese Ernährungsweise. Neugierig wie sich mein Insulinbedarf verändert. Neugierig, ob sich ein neues Lebensgefühl entwickelt. Neugierig, ob Körperfett abgebaut wird. Kann ich in diesen 28 Tagen weiterhin meine sportlichen Leistungen erbringen? Fragen über Fragen.

Ist eine Elimination Diet gut für Diabetiker?

Bereits am 1. Tag merke ich wie drastisch sich mein Insulinbedarf verändert. Einige Unterzuckerungen sind die Folge. Die Konsequenz ist, die Faktoren pro BE als auch die Basalrate senke ich.  Damit funktioniert es wunderbar. An den ersten beiden Tagen habe ich Kopfschmerzen, die am 3. Tag komplett weg sind. Die Kopfschmerzen führe ich auf den Koffeinmangel zurück. Bereits nach 10 Tagen habe ich 3 Kilo Gewicht verloren. Obwohl ich verstärkt Mandeln, Nüsse und Obst als vorher in meine Ernährung einbaue. Klasse, nicht wahr? Der Diabetes macht keine Zicken. Schön, so kann es weitergehen. Einen Leistungseinbruch beim Sport bemerke ich nicht. Einige Übungen mit dem eigenen Körpergewicht fallen mir sogar leichter. An das Teetrinken gewöhne ich mich schnell. Dafür das ich vorher so gut wie nie Tee getrunken habe und mir jeden Tag 3 Liter gönne, ist das eine respektable Leistung. Die 28 Tage gehen schnell vorbei. Der normale Alltag hat mich nun wieder. Einige Lebensmittel baue ich ab und an wieder in meine Ernährung ein. Mein Geschmacksempfinden hat sich etwas geändert. Der Kaffee schmeckt mir nicht mehr so gut. Eine kleine hochwertige Praline mit Nougat schmeckt nur noch nach purem Zucker. Unvorstellbar, aber wahr. Abgepackte Lebensmittel vermeide ich, da dort meistens Zucker enthalten ist. Blutzuckerschwankungen sind vorprogrammiert. Das Kochen und Backen macht mir richtig Spaß. Es gibt tolle Paleo und Low-Carb Rezepte, die ohne Kohlenhydrate sind. Perfekt für einen insulinpflichtigen Diabetiker.

Ich finde, dass man Elimination Diet oder Entsäuerung ausprobieren soll. Es ist immer wieder faszinierend wie sich mein Körper und mein Diabetes auf neue Veränderungen einstellt.

 

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